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WELTETHOS-SCHULE seit 28. Juni 2018

 

 

 

Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg
Rossäckerstr. 11
74189 Weinsberg
Telefon: 07134 994-100
Fax: 07134 994-120
poststelle(at)jkg-weinsberg.schule.bwl.de

 

Kontaktpersonen:
Schulleiter Jürgen Kovács
Abteilungsleiterin Angela Schwager

 


 

 

 

Weltethos-Schule Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg

 

Unser Schulkonzept

Den Lehrenden und Lernenden am Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg ist es ein großes Anliegen, Verantwortung zu übernehmen und Menschlichkeit zu leben. Wir gehen respektvoll und höflich miteinander um und setzen uns für gewaltfreie Konfliktlösungen ein. Gleichzeitig sind uns Weltoffenheit und gemeinsame Werte für Menschen aus verschiedenen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen sehr wichtig. Die jungen Menschen, die bei uns an der Schule lernen, sollen eine Wertegemeinschaft erfahren, um eine selbstbestimmte, friedvolle und menschliche Zukunft mitgestalten zu können. Dies macht auch unser Leitspruch deutlich: »Gemeinsam lernen. Zukunft gestalten.« .  

Unser farbig gestaltetes Logo in Form eines Netzwerkes greift den Gedanken der Vielfalt und der Verbundenheit innerhalb unserer Schule und darüber hinaus auf. Die Mitglieder unserer Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte – stehen gemeinsam für dieses Ethos ein.

 

Auszeichnung als Weltethos-Schule

Die Auszeichnung als Weltethos-Schule ist für uns ein wichtiges Zeichen nach außen und nach innen. Das Prädikat macht nach außen deutlich, dass wir uns auf ethische Grundwerte verständigen und sichtbar für sie eintreten. Nach innen heben wir mit der Auszeichnung hervor, dass wir diese Werte leben, wir diskutieren sie, wir machen sie erlebbar. Dabei können und möchten wir keine vorgefertigten Antworten bieten, sondern wollen als Lernende und als Lehrende kritische Fragen und die Autonomie der jungen Menschen fördern.   Wir geben allen Menschen, die am Justinus-Kerner-Gymnasium lernen und lehren, egal welcher Kultur, Religion, Weltanschauung sie sind, eine geistige Heimat im Weltethos.

 

Wertevermittlung

An unserer Schule haben wir viele Bereiche, in denen wir Werte vermitteln.
Hier seien einige Aktivitäten exemplarisch genannt:

 

  • Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule leben die Gemeinschaft und die gegenseitige Wertschätzung im täglichen Miteinander, aber auch bei vielfältigen Aktionen, z.B. bei unseren Schülervollversammlungen oder beim Achterturnier der SMV.
  • In unserer Schulgemeinschaft lernen wir mit- und voneinander, z.B. beim Schüler-Lehrer-Feedback.
  • Unser Unterricht setzt die Weltethos-Idee auf vielfältige Weise um und dies über den Religions- und Ethikunterricht hinaus, z.B. bei der Wahl von Lektüren im Deutschunterricht oder im Seminarkurs »Migration«
  • Wir pflegen den interreligiösen und interkulturellen Dialog auch bei unseren Exkursionen, z.B. bei Besuchen in Synagogen, Kirchen, Moscheen und einem buddhistischen Tempel.
  • Unsere Schülerinnen und Schüler engagieren sich für ihre Mitschülerinnen und – schüler als: Streitschlichter, Schulwegbegleiter, Mathe- und Fremdsprachenmentoren, Sportmentoren, Umweltmentoren und Klassenpaten.
  • Wir setzen uns mit aktuellen Themen auseinander, z.B. in unserer Theater-AG mit »Romea und Julia«, einem selbst entwickelten Stück über die Liebe zweier Mädchen und die schwierige Situation von Flüchtlingen in unserem Land.
 
  • Wir wechseln Perspektiven, um vertraute Dinge neu zu entdecken, z.B. durch die Kooperation mit dem Theater Heilbronn und das Theaterprojekt »Krieg – Stell dir vor, er wäre hier!«.
  • Wir setzen uns als Teil des Bundesnetzwerkes »Schule ohne Rassissmus – Schule mit Courage« selbstbewusst für Respekt und Toleranz ein, z.B. bei unserem 10jährigen Jubiläumsfest oder im Rahmen der Schulsozialarbeit bei schulartenübergreifenden Fußballturnieren an unserem Bildungszentrum.
  • Wir sind weltoffen und pflegen eine langjährige interkulturelle pädagogische Arbeit mit unseren Partnerschulen in Keyworth/Großbritannien, Carignan/Frankreich und Trento/Italien.
  • Wir unterstützen Menschen, die Hilfe brauchen, z.B. bei unserer langjährigen Unterstützung für eine Schule in Burundi oder mit der Spende des Erlöses von SMV-Aktionen.

 

Schülerinnen und Schüler beim Moscheebesuch und in der Synagoge.

 


 

 

 

Auszeichnung des Justinus-Kerner-Gymnasiums Weinsberg zur Weltethos-Schule

In Verbindung mit dem diesjährigen Sommerkonzert am 28.06.2018 unter dem Titel »Body and Rhythm« wurde das Justinus-Kerner-Gymnasium in der Hildthalle in Weinsberg zur Weltethos-Schule ausgezeichnet.

Nach einem musikalischen Auftakt durch das Unterstufenorchester und den Unterstufenchor begrüßte Schulleiter Jürgen Kovács alle Gäste herzlich und erklärte kurz, was Weltethos fürs Justinus-Kerner-Gymnasium bedeutet: »Die Auszeichnung als Weltethos-Schule ist ein wichtiges Zeichen nach außen und nach innen. Das Prädikat macht nach außen deutlich, dass wir uns auf ethische Grundwerte verständigen und sichtbar für sie eintreten. Nach innen heben wir mit der Auszeichnung hervor, dass wir diese Werte leben, wir diskutieren sie, wir machen sie erlebbar. [...] Unsere Schule möchte allen Menschen, die bei uns lernen und lehren, egal welcher Herkunft und Religion sie sind, eine geistige Heimat im Weltethos geben.«

 

Anschließend erläuterte Julia Willke, Bereichsleiterin Pädagogik der Stiftung Weltethos, das Projekt  Weltethos und dessen Implikationen für Schule und Gesellschaft. Danach überreichte sie Schulleiter Kovács und der Weltethos-Arbeitsgruppe die Urkunde.

Nach der Auszeichnung unserer Schule zeigten alle 5. Klassen des Gymnasiums mit ihrem Projekt „Body and Rhythm“ wie ganzheitlich Musik sein kann. Der zweite Teil des Konzerts wurde von den Oberstufenensembles gestaltet: Vokalensemble, Orchester, Chor und Bigband luden die Gäste zum Träumen ein und boten Hör- und Sehgenüsse vom Feinsten.

Das diesjährige Sommerkonzert war so bunt und vielfältig wie nie zuvor und bot damit einen passenden Rahmen für die Verleihung der Auszeichnung zur Weltethos-Schule.

 

 

 

  »Eine Schule mit Ethos und Musik. Ein Artikel in der ›Heilbronner Stimme‹ «

 


 

 

 

Deutliches Zeichen für die Gemeinsamkeit

 

 

Heilbronner Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium und

Weinsberger Justinus-Kerner-Gymnasium werden Welt­ethos-Schulen

 

Gemeinsame Werte werden sowohl am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium (EHKG) in Heilbronn als auch am Justinus-Kerner-Gymnasium (JKG) in Weinsberg längst gelebt. Jetzt haben beide Schulen die Grundlagen auch in ihr Leitbild aufgenommen und werden für ihr Engagement als Weltethos-Schulen ausgezeichnet. Die Weltethos-Stifung aus Tübingen, die sich für ein Miteinander der Religionen und den Dialog verschiedener Kulturen einsetzt, hat bislang deutschlandweit 16 Schulen in diesen Kreis aufgenommen, in der Region sind EHKG und JKG die ersten Weltethos-Schulen. „Damit sind wir Vorreiter“, sagt Jürgen Kovács, Schulleiter in Weinsberg. „Wir erfinden das Rad nicht neu“, betont Isabella Peimann-Schaak, Schulleiterin des EHKG. Welt­ethos sei schon immer im Religions- und Ethikunterricht thematisiert worden. Bewusste Werte­erziehung und friedliches Miteinander praktiziert auch das JKG als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ schon lange. Mit ihrer Bewerbung bei der Stiftung wollten beide Gymnasien ein deutliches Zeichen auch nach außen setzen. Es gehe darum, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, nicht auf das, was trennt. „Weltethos sucht die kulturelle und religiöse Verbindung“, erklärt Reli-gionslehrerin Heidrun Güntherbeck die Grundsätze der Stiftung. Mit dem Zertifikat werde festgehalten, wofür die Schule steht. Isabella Peimann-Schaak möchte die Vielfalt unter ihren Schülern als Gewinn verstanden wissen, nicht als Bedrohung: „Das macht aus einer bunten Schülerschaft eine Schulgemeinschaft.“

 

Konsens
Die Positionierung als Weltethos-Schule verankert das Erziehungsziel und schärft das Profil der Schulen. Gleichzeitig biete es eine Grundlage für offene Diskussionen und helfe, Vorurteile abzubauen, sagt Angela Schwager, Ethiklehrerin am JKG. Lehrer, Schulsozialarbeiter, Schüler und Eltern haben sich auf den gemeinsamen Konsens geeinigt, der auf eine Erklärung des Parlaments der Weltreligionen von 1993 zurückgeht. Alle Gremien haben der Bewerbung zugestimmt.

 

Die Schulen mussten auflisten, was sie bereits im Bereich Werteerziehung leisten. Dabei wurde deutlich, wie viele Aktivitäten von den Streitschlichtern bis zum Schüler-Lehrer-Feedback es neben Unterrichtsinhalten schon gibt. „Die haben jetzt alle einen gemeinsamen Mantel“, erklärt Isabella Peimann-Schaak. Außerem sei es eine Bereicherung, dem Netzwerk der Weltethos-Schulen anzugehören. Die Stiftung fördert den Austausch und bietet den Mitgliedern unter anderem Unterrichtsmaterial. Im Zuge der Bewerbung hat das Weinsberger Gymnasium ein neues Logo entwickelt, das EHKG hat sein Leitbild zum Leitethos umgeschrieben. Dabei befinde man sich nicht in einer ethisch-philosophischen Blase, betont Angela Schwager. „Das ist ganz konkret.“ Fragen des Weltethos sind Teil des Unterrichts, zum Beispiel in den Wirtschaftskursen der Jahrgangsstufen. Gleichzeitig ist der Grundsatz, andere so zu beandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, im Alltag verankert und Teil des Konfliktmanagements.

Prädikat
Das neue Prädikat, das zunächst für fünf Jahren verliehen wird, soll den Blick auf Werte schärfen. Deshalb werde es nicht zwangsläufig mehr Projekte geben, „aber mehr Qualität im Zusammenspiel“, hofft die Schulleiterin. Sie möchte den Austausch mit den Eltern intensivieren, außerdem sind interreligiöse Feiern am EHKG geplant. Ziel sei es, die Schulgemeinschaft und damit auch die Schüler zu stärken, sagt Isabella Peimann-Schaak. „Wir wollen die Kinder in der Vielfalt fit für die Zukunft machen“, ergänzt Jürgen Kovács.

 

Tanja Ochs, Heilbronner Stimme

 

  Zeitungsausschnitt in der »Heilbronner Stimme« vom Dienstag, den 12. Juni 2018

 


 

 

 

 

Die Ausstellung »Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos« im Foyer des Gymnasiums

 

 

  Auszug der Weltethos-Veranstaltungen im Schuljahr 2017/2018